Yoko wartet

Bevor man sich einen Hund oder generell ein Haustier anschafft, sollte man sich folgendes überlegen: Habe ich immer die Zeit, mich um dieses Tier zu kümmern? In der Regel sieht das ja fast in jeder Familie so aus. Die Kinder wollen unbedingt einen Hund; Katze, Maus. Aber nach kurzer Zeit werden die damit verbundenen Arbeiten wieder an die Eltern zurück gegeben. Schlimmstenfalls kommt der vorher so süße Welpe oder die Kitty in’s Tierheim.Das ist der schlimmste Fall; das Tier einfach in’s Tierheim abschieben oder aussetzen. Sollen sich die anderen um das Tier kümmern.

Das ist, aus meiner Sicht der falsche Weg. Kinder sollten mit der Betreuung des Tieres ihre Sozialkompetenz ausbilden. Sie übernehmen für eine sehr lange Zeit eine Verantwortung für das Tier. Täglich Gassi gehen; füttern, Fellpflege und spielen, das sind die wichtigsten Aufgaben. Dann kommt vielleicht noch eine Krankheit dazu; da ist Durchhaltevermögen gefragt.

Ich gebe mal ein Beispiel an Yoko, meiner Hundediva.

Täglich 2 mal Gassi gehen, um ihr Geschäft machen zu dürfen. Die Hinterlassenschaften einpacken und in ein bereit gestelltes Behältnis oder heim zur Mülltonne. Yoko benötigt auch Kontakt zu anderen Hunden. Sie beschnuppern sich, toben über eine Wiese. Man sollte aber auch Spielsachen dabei haben. Ich habe immer einen kleinen Ball einstecken. Apportieren und Fangspiele sind bei jedem Spaziergang von Nöten. In der Zeit, in der Yoko sich mit anderen Hunden vergnügt, können wir Hundehalter uns austauschen, was ja auch schön ist.

Füttern; zur Zeit 2 mal am Tag. Ich nutze Dosenfutter. Die Näpfe müssen sauber gemacht werden. Frischwasser ist immer wichtig und muß ausreichend vorhanden sein. Die Dosen kommen bei mir in einen speziellen Eimer, da er beim Plastikmüll schnell unangenehm riecht. Das war schon mal die Entsorgung.

Spiele in der Wohnung sind aber auch wichtig und notwendig. So kann der Kontakt zwischen Mensch und Tier vertieft werden. Bälle und Knoten in den unterschiedlichen Stärken werden also bereit gelegt. Wie bei kleinen Kindern so üblich, gehört das Aufräumen von Spielsachen auch zu den Aufgaben, die täglich anfallen.

Training ist wichtig für Hunde in jedem Alter. Die Kategorien Sitz. Platz, Bleib oder bei Fuß müssen regelmäßig geübt und immer wieder abgefragt werden. Neue Spiele oder „Unterhaltungen“, wie Parcours bei den Hundevereinen können hilfreich sein.

Ein wichtiger Punkt ist da noch das Futter. Die Kosten schwanken sehr stark nach Größe des Hundes, aber 30 – 100€ im Monat kommen da schon schnell zusammen.

Yoko ist nicht oft krank, trotzdem muss sie regelmäßig zu einem Tierarzt, Spritze gegen Tollwut und einiges andere, Aber Kosten, die niemand mit einrechnet.

Haftpflichtversicherung, weil Yoko auch etwas beschädigen könnte, einen Unfall mit Fahrzeugen, ein Verbeissen zwischen den Hunden; das alles kann passieren. Zum Glück muß nichts passieren, weil Yoko und ich andere Hunde und deren Halter kenne und Streß aus dem Weg gehe.

Yoko wartet
Yoko wartet

Yoko hat eine Lebenserwartung von 12 Jahren. Genau wie bei uns Menschen sind die Verhaltensunterschiede und die Bedürfnisse unseres Vierbeiner im Wandel der Zeit unterschiedlich, aber vergleichbar mit uns Menschen. Kindheit und Jugend hat Yoko schon hinter sich gelassen. Sie ist also erwachsenen das mit sechs Jahren.

So, das ist auf die Schnelle eine Zusammenstellung aller Kriterien! Ich nehme diese Aufgaben gerne wahr, meine Gesundheit spielt mir aber auch gerne einen Streich. Leider geht Yoko mit niemandem anderes spazieren als mit mir(oder meiner Frau). Ich hoffe, ich kann Yoko bis zu ihrem Gang über die Regenbogenbrücke so begleiten, wie es für sie notwendig ist. Ob nach Yoko noch ein anderer Hund kommt; das kann ich nicht sagen. Ich glaube aber nicht. Es wäre nicht zu verantworten, da auch ich sehr schnell in’s Jenseits abwandern kann.

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