Innerhalb 24 Stunden hat mein Herrchen 2 unterschiedliche Zecken entfernen müssen. Zuerst war da eine Auwaldzecke und heute morgen schon wieder eine. Das fängt ja gut an, dieses Jahr. Hatte mein Herrchen einen riesigen Artikel über die Auwaldzecke und ihre Gefahren geschrieben, aber das wurde wieder ein mal in die Untiefen des Internets gejagt.

So lange mein Herrchen aber alle Zecken bei mir findet, soll mir das egal sein. Ich bin wohl gegen Zecken geimpft, aber man weiss ja nie. Ach ja; mein Herrchen hat sich auch vorsorglich gegen Zecken impfen lassen. Frei nach dem Motto; schaden kann es nie.

Übertragung einer Zecke auf den Menschen

Eine Zecke kann von einem Hund auf den Menschen übergehen. Besonders hoch ist das Risiko, wenn sie noch nicht gesaugt hat und vom Tier abfällt. Die Zecke sucht sich einen neuen Wirt, ob Mensch oder Tier spielt keine Rolle.

Zecken beim Hund – Richtig entfernen und Dein Tier schützen!

Schon gewusst, dass Zecken echte Überlebenskünstler sind? Sie überleben selbst mehrere Stunden im Wasser, im Gefrierfach oder in der Waschmaschine. Gerade in den wärmeren Monaten steigt die Zeckenplage auf Spaziergängen. Was Du über Zecken wissen solltest, erfährst Du hier.

Die meisten Hundehalter kennen die leidige Zeckenproblematik: Manchmal hat es den Anschein, der geliebte Vierbeiner würde die Zecken regelrecht anziehen. Neugierig erkunden sie die Umgebung und sammeln so eine Menge Zecken ein.

Yoko und Bälle!

Beginn der Zeckensaison

Genau genommen gibt es keine Zeit, in der man vor den lästigen Plagegeistern sicher ist. Zecken kommen das ganze Jahr über vor – selbst die kalten Wintermonate sind kein Garant für einen zeckenfreien Spaziergang. Allerdings steigen die Zeckenpopulation und die Häufigkeit des Befalls mit zunehmender Temperatur an. Insbesondere vom Beginn des Frühlings (März) bis zum Ende des Herbstes (Oktober) sollte man sich und seinen Vierbeiner gründlich nach Zecken absuchen.

Vorkommen der Zecken

Zecken leben an Orten mit relativ feuchtem und warmem Klima. Sie halten sich vorwiegend am Wegesrand, auf Wiesen, an Waldrändern oder am Ufer von Flüssen oder Seen auf. Sie lauern fast überall, wo Hundehalter spazieren gehen.

Bisse können am ganzen Körper auftauchen. Besonders beliebt bei Zecken sind jedoch Partien wie Achselhöhlen und Schenkelspalt, da dort weniger Hundehaare wachsen. Frauchen und Herrchen sollten nach dem Spaziergang jedoch den kompletten Hund nach Zecken absuchen. Beim Laufen und Toben durch hohes Gras mit seinem Liebling greifen die Plagegeister auch Menschen an. Ein Blick an den eigenen Körper ist ebenfalls ratsam.

Risiko beim Zeckenbiss

Die eigentliche Gefahr bei einem Zeckenbiss liegt weniger am Blutverlust als an den Krankheiten, die eine Zecke übertragen kann. Auch beim Hund gibt es FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis, wie wir sie vom Menschen kennen. Menschen können sich gegen Virusinfektionen impfen lassen, für Hunde steht aber noch kein Impfstoff zur Verfügung.

Zudem können Zecken Borrelien übertragen, die Fieber beim Hund, Lahmheit und Gelenkschwellungen beim Hund auslösen. Dagegen gibt es zwar Impfstoffe, diese sind aber umstritten. Es gibt viele Borrelien-Unterarten, die teilweise von den Impfstoffen gar nicht erfasst werden. Wenn der Hund tatsächlich an einer Borreliose erkrankt, ist eine Therapie mit einer lang andauernden Gabe von hochdosierten Antibiotika notwendig.

Zeckenabwehr

Allgemein wird dazu geraten, lieber ein Repellent, also ein abschreckendes Mittel, zur Zeckenabwehr zu verwenden als ein sogenanntes systemisches Antiparasitikum, das sich im Hund über die Blutbahn verteilt und die Zecke erst nach dem Biss tötet. Begründet wird das damit, dass eine Zecke, die gar nicht erst saugt, keine Krankheiten übertragen kann.

Die Gefahr einer Krankheitsübertragung steigt nach acht bis zehn Stunden stark an. Deswegen sollten Zecken unmittelbar entfernt werden. Wurde ein Hund mit einem systemischen Antiparasitikum behandelt, stirbt die Zecke ab, bevor sie Erreger übertragen kann. Welches Mittel am besten geeignet ist, muss im Einzelfall entschieden werden. Im Zweifelsfall sollte immer der Tierarzt gefragt werden.

Wichtig: Stöbert Dein Hund während des Spaziergangs allein durch Wald und Flur, durchsuche ihn im Anschluss nicht nur nach Zecken, sondern achte auch auf mögliche Verletzungen durch Grannen am Hund. Zeigt das Tier Symptome, wie geschwollene Augen oder eine wunde Nase, kann dies auf einen Kontakt zwischen den Raupen des Eichenprozessionsspinners und Deinem Hund hinweisen. In diesem Fall rufst Du am besten umgehend den Tierarzt, um einem allergischen Schock vorzubeugen.

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